Am 08.01.2009 berichteten
wir mit der Überschrift "Ein Winterdrama" über den
schlechten Räumzustand auf Extertaler Straßen. Bereits im
Vorfeld recherchierten
und dokumentierten wir mit Hilfe von freiwilligen Helfern den
Räumzustand der
Straßen im Gemeindegebiet.
Für den besseren Überblick haben wir die Artikel und
Reaktionen sortiert:
....................................
Aktueller Artikel (19.03.2009):

Aus gut informierten Kreisen wurden uns zugetragen,
dass die Gemeinde bis-
lang lediglich Streusalz, ohne Salzsohle aufgebracht hat.
Wünschenswert wäre
auch eine Aufbringung im feuchten Zustand, was eine weitere
Verbesserung der
Tauwirkung zur Folge hätte. Fakt ist aber leider, unsere
Streufahrzeuge entsprechen
nach den Informationen dem Stand von vor 20-30 Jahren.
In diesem Gespräch kam auch die Frage auf, ob die Gemeinde
Extertal nicht
vielleicht plane den Bauhof der Gemeinde nach und nach ganz
stillzulegen?
Dafür spräche unter anderem die Schließung des ehemaligen
Bauhofs und
die geplante Abtretung des Winterdienstes an den Landkreis.
Gerade aus dem Rathaus unserer Gemeinde hätten wir uns mehr
Informationen
gewünscht, ist doch beispielsweise der Tochter der Sekretärin
des Bürgermeisters,
Frau Köster, für den Winterdienst der Nachbargemeinde
Dörentrup zuständig.
Für Fragen zum Winterdienst und wie man es richtig macht, hat
die Stadt Graz
in Österreich einen hilfreichen Leitfaden online gestellt.
siehe: hier
Auch darin wird in einer Prioritätsskala der
Wichtigkeit der Streuung von Gefäll-
strecken Rechnung getragen. Vielleicht sollte man unser
"definiertes Schema"
mal an die Erkenntnisse der Grazer anpassen, die sich mit der
Materie offen-
sichtlich kritischer auseinander setzen und besser auskennen?
Wir berichten weiter!
JS vom Exterweb-Team
....................................
Artikel vom 05.03.2009:

Zwischenzeitlich erreichte uns eine Stellungnahme der
Polizei Lippe, durch den
dortigen Sachbearbeiter, Herrn Werner Brinkmeier aus dem
Dezernat für Verkehrs-
angelegenheiten, GS 3.
Ein Auszug daraus:
Auffällig
ist im Jahre 2009 nur der von Ihnen genannte Dienstag,
06.01.2009. An diesem Tag ereigneten sich im Einmündungsbereich
der L 758 / Heinrich-Drake-Straße in der Zeit von 12:57 bis
15:43 Uhr insgesamt 3 Verkehrsunfälle.
Bei
einem dieser Unfälle wurden 2 Personen leicht verletzt.
Neben
dem verkehrsrechtlichen Fehlverhalten der Unfallverursacher
waren auch die Witterungs- und Fahrbahnverhältnisse
(winterglatt) mit zu berücksichtigen.
Diese
führten in dem genannten Zeitraum im lippischen Kreisgebiet
zu insgesamt 33 Verkehrsunfällen.
Diese
Aussage deckt sich mit unseren Vorwürfen und widerlegt die
Aussage des Bürgermeisters, Herr Hoppenberg! Offensichtlich
ist das betriebene "definierte Schema" des
Winterdienstes nicht in der Lage stundenlang bestehende
Brennpunkte zu entschärfen! Auch die Tatsache das sich
bereits zwei Tage zuvor, nur etwa 100m entfernt, an der
nächsten Kreuzung ein schwerer Verkehrsunfall aufgrund von
Eisglätte unter der Schneedecke ereignete blieb
unberücksichtigt.
Zu
dem unten stehendem offenen Brief an Herrn Hoppenberg, vom
25.02.2009 haben wir leider bislang keine Reaktion erhalten.
Die einzige Reaktion war, das die Stellungnahme zu unseren
Vorwürfen, wieder von der Gemeinde-Homepage genommen wurde.
Als kleines Bon-Bon an Exterweb.de wurde auch der bislang dort
unterhaltende Link zu Exterweb.de entfernt. Unser seit Jahren
erfolgreiches Touristik-Portal für das Extertal wird dort
aber weiterhin gern' genutzt.
Da
nun genügend Material vorliegt, der nächste Winter
garantiert kommen wird, werden wir den Fall nun in den
nächsten Tagen, mangels Kooperationsbereitschaft seitens der
Gemeinde, zunächst an den Petitionsausschuss des Kreises
Lippe weiter geben. Dort kann sich dann die Politik damit
auseinander setzen, daß berechtigter Bürgerprotest im
Extertal kein Gehör findet.
Mein
Fazit:
Herr Hoppenberg hat sich als uneinsichtig und ignorant
gezeigt. Keine Einsicht das etwas besser gemacht werden
könnte auch nur zu erkennen gegeben. Geschädigten Bürgern,
von denen zwei ja sogar leicht verletzt wurden, hat er damit
eine schallende Ohrfeige versetzt, die hoffentlich noch bis zu
den kommenden Kommunalwahlen nachhalt! Falls nicht, werden wir
diesen Hall gerne beizeiten in Erinnerung rufen. Auch wenn ich
hier einmal einräumen muß, daß nach vielfachem Bekunden
anderer Extertaler Bürger und selbst unserem eigenen
Eindruck, nach den Berichten zu diesem Thema auf Exterweb.de
und in der Lippischen Landeszeitung, der Winterdienst sich
spür- und sichtbar verbessert hat! Falls es im Rathaus der
Gemeinde noch nicht angekommen ist... es ist sexy auch mal
Schwächen einzuräumen!
Wir berichten weiter!
JS vom Exterweb-Team
....................................
Artikel vom 25.02.2009:

Immerhin gibt es, nach über sechs Wochen, endlich eine
offizielle Stellungnahme der Gemeinde.
Hier der Link dorthin: 'Klick'
(es öffnet sich ein neues Fenster)
Anstatt sich darin mit den
Bürgerprotesten auseinander zu setzen, beschränkt sich Herr
Hoppenberg in seiner Funktion als Bürgermeister, leider fast
ausschließlich auf Kritik an unserer Berichterstattung und
findet im übrigen den Winterdienst völlig in Ordnung, so wie
er ist.
Wir finden, daß genau diese
Art, offensichtliche Probleme abzutun, Bürgerproteste zu
ignorieren und das eigene Tun nicht in Frage zu stellen, der
Grund für die große Politik-Verdrossenheit im Lande ist. Wie
haben leider keine heilsbringenden Politiker, vom Schlage
eines Präsidenten Obama. Weder bundesweit und offensichtlich
auch nicht auf kommunaler Ebene. Letztlich sehe ich in der
ignoranten Reaktion Herrn Hoppenbergs die Veranlassung, an
dieser Stelle einmal einen offen Brief
an ihn zu richten:
Sehr geehrter Herr
Hoppenberg,
auf der Homepage der
Gemeinde reagieren Sie mit reichlich Verzögerung endlich
einmal auf die hier gemachten Vorwürfe. Zu Ihrer
öffentlichen Reaktion möchte ich hier einmal einiges
anmerken!
Sie weisen alle Vorwürfe
pauschal als ungerechtfertigt zurück, kritisieren das wir
wohl kaum zuverlässige Zahlen über Art und Umfang des
Winterdienstes im genannten Zeitraum vorliegen hätten und im
übrigen wäre ja ein Selbstverschulden der verunfallten
Autofahrer nicht auszuschließen. Gestatten Sie mir dazu eine
Anmerkung. Im Sinne der Transparenz für den Leser, könnten
Sie uns solche Zahlen ja einmal nennen! Anhand dieser könnten
Sie ja die Vorwürfe entkräften, oder fürchtet man das diese
bestätigt würden?
Vielleicht sollten Sie an
dieser Stelle einfach mal auf die rechte Seite in die Email
des Herrn Horst M. vom 09.02. schauen. Diese ist typisch für
die Vorfälle Anfang Januar. An diesem Tag rutschten die Autos
zu Dutzenden die Heinrich-Drake-Str. herunter und in den
Kreuzungsbereich der Extertalstr. Zum Glück kam es nicht in
jedem Fall gleich zu Kollisionen. Trotzdem mußte im Tagesverlauf
sogar die Polizei den Bereich sichern, da das "definierte
Schema" Ihres mit "großem personellen wie
materiellen Einsatz" agierenden Winterdienstes
offensichtlich nicht in der Lage war, diese Unfallstelle
zeitnah zu entschärfen. Und dies ist ja nur eines von Dutzenden
ähnlichen Beispielen an anderen Stellen im Extertal.
Ich sage es hier einmal in
aller Deutlichkeit Herr Hoppenberg! Wenn Sie und sämtliche
Verantwortlichen nicht reagieren und sich in diesem Sommer
daran machen, eine ordentliche Bedarfskarte für Streu- und
Räumeinsätze für den Winter 2009/2010 zu erstellen, damit
sich solche Vorfälle nicht wiederholen, DANN machen Sie sich
wieder besseren Wissens mitverantwortlich für Unglücke Ihrer
Bürger im nächsten Winter.
Ganz wichtig finde ich auch
folgende Frage! Die Gemeinde Extertal hat vor mit dem Kreis
Lippe eine Interkommunale Kooperation in der betrieblichen
Straßenunterhaltung einzugehen, um die Kosten zu senken
und damit Steuerngelder zu sparen. Diese Kooperation die
unseres Wissens nach auf die Initiative des Landrats zurück
geht, bezieht sich auch auf den Bereich Winterdienst. In uns
vorliegenden Dokumenten rechnet man mit einer Einsparung von
20,- EUR pro Einsatz des Winterdienstes, bei geplanten 20
Einsätzen pro Jahr. Die Einsparungen resultieren aus
geringeren Kosten beim Material (Streumittel). Wäre es nicht
sinnvoller gewesen, selbst nach günstigerem Streumitteln zu
suchen? Zumal durch die geplante Kooperation nicht das gesamte
Straßennetz abgedeckt wird, wie wir aus den Unterlagen
entnehmen. Allein eine Aufsplittung der Verantwortlichkeiten,
würde ja zwangsläufig die Brennpunkte dieser Saison, unter
anderem Kreuzungsbereiche, noch unsicherer werden lassen. Wird
künftig das Schneeschild der Räumfahrzeuge auch so
eingesetzt das die Straßen gründlich geräumt werden?
Natürlich haben wir uns vor
einer Klageprüfung mit einem ADAC-Rechtsanwalt abgestimmt.
Das es ziemlich schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, in
solchen Fällen ein Eigenverschulden durch nicht angepasste
Geschwindigkeit, oder einfach Fahrfehler auszuschließen, ist
auch Ihnen bekannt und wird ja auch durch Sie als
Gegenargumentation eingesetzt. So ist der entstandene Schaden
leider nicht erfolgversprechend einzuklagen. Als Bürger mit
gesundem Empfinden muß man sich nicht zwingend mit den Räum-
und Streupflichten der Gemeinde auseinander setzen Herr
Hoppenberg. Sondern man darf guten Rechts erwarten das die
Gemeinde alles erforderliche veranlasst, damit die
Bürger gesund und unbeschadet auf dem Straßennetz der
Gemeinde unterwegs sein können. Das hier Anfang Januar an
Gefahrenstellen und selbst auf Hauptstraßen, noch Tage nach
dem letzten Schneefall gefrorener Schneematsch für
Gefahrenpotential sorgte, ist nicht akzeptabel!
Sie weisen meinen Eindruck
"In unseren Augen ein grob fahrlässiges Verhalten der
Verantwortlichen, die hier
billigend in Kauf nehmen das ob dieses Zustands Bürger und
Durchreisende in
einen Unfall verwickelt werden." als unwahre
Unterstellung bzw. Behauptung zurück, die jeglicher Grundlage
entbehre, mit aller Schärfe zurück und verlangten mit einem
Schreiben durch einen Rechtsanwalt das mich am 13.02.2009
erreichte, dieses noch am selben Tag zu korrigieren. Hier
möchte ich einmal feststellen das Fristen in der Regel einen
zeitlichen Vorlauf haben. Des weiteren handelt es sich bei
diesen Worten um einen persönlichen Eindruck, der sich nicht
zuletzt durch Ihre ablehnende Haltung zur Einsicht von
Fehlern, eher seither noch erhärtet hat. Da wir die Tatsachen
offensichtlich unterschiedlich interpretieren, verwehre ich
mich hier aufs schärfste Ihrer Anschuldigung falsche
Tatsachen darzustellen! Die Tatsachen die mir bekannt sind,
habe ich hier in der Vergangenheit in Auszügen dargelegt.
Bisher entziehen Sie sich diesen Umständen völlig und
verweisen stur darauf das alles in bester Ordnung wäre. Die
Umstände dieser Unfälle widersprechen Ihrer
Darstellung.
Eine am 02.02.2009 an Frau
Köster verschickte Email an Sie, mit der Bitte um eine
Stellungnahme und dem Angebot eine Lösung für die künftige
Vermeidung ähnlicher Situationen gemeinsam zu erörtern,
wurde durch Sie leider ignoriert.
Herr Hoppenberg, bevor wir
diese Sache nun vor den Petitionsausschuss des Kreises
bringen, appellieren wir hier ein letztes Mal darauf, daß Sie
sich im Interesse aller Extertaler Bürger daran machen, die
geforderten Veränderungen im Winterdienst umzusetzen. Nur
wenn Sie bereit sind für die Sicherheit Ihrer Bürger etwas
sinnvolles zu ändern, rechtfertigen Sie auch Ihre Kandidatur
zur Wiederwahl bei den kommenden Kommunalwahlen!
Mit freundlichem Gruß
Jörn Schäfer
JS vom Exterweb-Team
....................................
Artikel vom 11.02.2009:

Wir haben mit dem Erscheinen des letzten Artikels, eine
Email mit der Bitte um Stellungnahme an Frau Köster ins
Extertaler Rathaus gesandt. Darin baten wir Herrn Hoppenberg,
in seiner Funktion als Bürgermeister, einmal etwas zu diesem
bitteren Thema zu sagen.
Offensichtlich hat man im Extertaler Rathaus kein Interesse
daran, in einen Dialog mit den Betroffenen zu treten, die
schon jetzt wenig Verständnis für die Situation aufbringen,
nach diesem Schweigen wohl erst recht wenig begeistert sein
werden.
Leider scheint der Begriff
"Volksvertreter" dort nur noch sehr eingeschränkt
verstanden zu werden. Wir werden versuchen auf Kreisebene einen künftig
schnelleren und effektiveren Streudienst einzufordern.
Zwischenzeitlich erreichten uns
neben weitere Emails von Betroffenen, auch ein Anruf eines
Anwohners des Ortsteils Linderhofe, der schilderte das nach
einsetzender Fahrbahnglätte und einem Anruf bei der Polizei
mit der Bitte um Streusalz, selbst nach über drei Stunden
kein Streufahrzeug gekommen ist. Das ist leider bislang symptomatisch.
Allerdings gibt es auch Berichte von Bürgern, die schildern
neuerlich Streufahrzeuge auf z.B. den morgendlichen Weg zur
Arbeit zu sehen, wo sonst jahrelang kein Streufahrzeug zu
beobachten war. Zumindest insoweit hat unsere Kritik scheinbar
erste Früchte getragen!
JS vom Exterweb-Team
....................................
Artikel vom 02.02.2009:

Auch wir sind erschüttert!
Bislang hat sich keiner der Verantwortlichen auch nur
im Ansatz solidarisch mit den betroffenen Bürgern gezeigt! Im
Gegenteil, wird uns
über den Umweg der Lippischen Landes-Zeitung ja sogar mitgeteilt
das Gemeinde,
Kreis und Land erwägen würden, rechtlich gegen unseren
Beitrag vorzugehen.
Darf man als mündiger
Wähler und Autofahrer im Extertal nicht auf Misstände
aufmerksam machen?
Wie sich langsam abzeichnet, ist eine Entschädigung der
Unfallopfer vor Gericht
leider kaum zu erreichen, da im Einzelfall schwer zu beweisen
ist, daß es
ausschließlich wegen des schlechten Räumzustandes zu den
Unfällen gekommen
ist. Aber das in diesem Zuge vom 04.01.2009 bis 10.01.2009
gesammelte
Dokumentationsmaterial, belegt zweifelsfrei das auf Straßen
mittlerer Priorität
auch Tage nach dem letzten nennenswerten Schneefall noch eine
vereiste Schicht
Schneematsch zu finden ist, die tagsüber antaut und die
Straßen nass werden
lässt, um dann zum Abend wieder zu Eis zu gefrieren, da kein
Salz aufgebracht
wurde und die Schnee-Matsch-Schicht geräumt worden wäre.
Natürlich wollen
wir hier nicht behaupten, daß es auf allen Extertaler
Straßen solche Zustände
gegeben hat, sicherlich war der Weg von Herrn Hoppenberg zum
Rathaus vor-
züglich geräumt? Der Sachschaden der allein durch uns
gesammelten Glätte-Unfälle,
beläuft sich auf immerhin knapp 50.000,- EUR, die durch keine
Versicherung gedeckt
sind.
Uns bei solchen Fakten einen Maulkorb verpassen zu wollen,
zeugt in unseren
Augen schon von einer gehörigen Portion Ignoranz, gegenüber
der Anliegen der
zum Teil massiv geschädigten Bürger. Bis zum heutigen Tage,
gab es seitens der
Verantwortlichen, keinerlei Teilnahme an diesen
bedauernswerten Zuständen!!!
Im Artikel der LZ nimmt auch Herr Patrick Roth, in der
Extertaler Verwaltung für
den Winterdienst zuständig, Stellung zu unserem Artikel. Herr
Roth sagt zu unserem Vorwurf, gerade im Extertal werde bei Eis
und Schnee zuwenig getan, "Das stimmt
nicht", räumt jedoch gleich im nächsten Satz ein nur
für unsere Gemeindestraßen
und -wege sprechen zu können. Woher er da Vergleiche mit
anliegenden Gemeinden
ziehen kann, lässt er leider offen. Herr Roth wiederspricht
uns das beim Einsatz
der Räumdienste auf Kosten der Sicherheit gespart werde.
"Die Sicherheit geht
natürlich vor, vom Grundsatz her sage ich mir jedoch auch
immer, das Geld der
Steuerzahler zu verwalten. Denn schon jetzt ist klar, dass
dieser Winter erheblich
teurer wird als in den Vorjahren". Genau dieses,
aufgrund der finanziellen Lage
Extertals nachvollziehbare Denken, veranlasst uns Herrn Roth
die unabhängige
Entscheidungsfreiheit abzusprechen. Nebenbei geben wir zu
bedenken, daß gerade
der Autofahrer schlechthin, einen erheblichen Anteil an
Steuerlasten zu (er)tragen hat
und wenigstens eine Straßenräumung erwarten dürfte, die den
allgemeinen
Sicherheitsbedürfnissen Rechnung trägt!
Die Email eines "Daniel" die uns heute früh
erreichte, ermuntert dazu den
Bediensteten des Räumdienstes auch mal ein Lob auszusprechen,
da diese Tag
und Nacht draußen arbeiten. Wenn man dann die Aussage von
Herrn Roth liest,
"...seit Wochen fährt mein Kollege Ralf Feßler jeden
Morgen um 4 Uhr los, um die
sogenannten Schwerpunktstrecken zu kontrollieren",
dann klingt das anders.
Viele Berufspendler müssen auch um 4-5 Uhr morgens los um
ihre teilweise weit
entfernten Arbeitsstätten pünktlich zu erreichen. Da kann es
nicht angehen das erst
um 4 Uhr früh ein Angestellter sich auf den Weg macht
die Schwerpunktstrecken
abzufahren. Spätestens um 7 Uhr brummt der Berufsverkehr, bis
dahin können
unmöglich auch wichtige Nebenstrecken gefahrlos befahrbar
gemacht worden sein!
Da wird dann zwangsläufig in Kauf genommen, daß die
Betroffenen im wahrsten
Sinne "Auf der Strecke" bleiben. Leider gibt es ja
keine Stellungnahme der
Gemeinde zu diesem Thema, so das uns auch keine Informationen
darüber vor-
liegen, wie viele Streu- und Räumfahrzeuge, in welchen
Schichtzeiten eingesetzt
wurden, bzw. werden. Jedoch liegen uns Bürgerbeschwerden
darüber vor, das die
Busstrecken gleich dreimal hintereinander geräumt werden,
während die wichtigen
Verbindungsstrecken ohne Buslinie in dieser Zeit keinen
einzigen Streuwagen
sehen. Dies bedeutet, daß gerade die die auf den PKW und
sichere Strecken
angewiesen wären, weil dort keine Busse verkehren, im Stich
gelassen werden.
Aus all dem ergeben sich
folgende Anliegen für die Zukunft:
- Der Winterdienst sollte
Personal- und Mittelbedingt so ausgestattet sein, daß
bei schlechter Wetterlage auch ein 24-Stunden-Dienst
mit ausreichenden Mit-
arbeitern gesichert ist.
- Es sollte für den
Winterdienst eine Bedarfskarte erstellt werden, auf der alle
Schwerpunkte mit Gefällen und kurzen Gefällen vor
Einmündungen erfasst sind,
die im Fall von Glatteis besonders gefährdet sind.
Diese Schwerpunkte sollten
unabhängig von der Menge der dort verkehrenden
Fahrzeuge mit Priorität ge-
räumt und gestreut werden, da es für z.B. zwei der
dortigen Anwohner die ver-
unglücken, völlig unerheblich ist wie wichtig sie
sind, wenn Ihre PKW's im Graben
liegen!
Letztlich wollen wir auch hier
noch einmal deutlich sagen, das unsere Kritik nicht
den wenigen dient, die unsere Straßen räumen und dafür zum
Teil schlimme
Einsatzzeiten in Kauf nehmen! Unsere Kritik gilt denen, die
bislang nicht dafür
sorgen, daß genau diesen Mitarbeitern genügend Freiraum,
Material und Kollegen
beiseite gestellt werden, damit diese ihre Arbeit wenigstens
genauso effektiv
verrichten können, wie dies in anderen Gemeinden kein Problem
zu sein scheint!
JS vom Exterweb-Team
....................................
Artikel
in der Lippischen Landes-Zeitung vom 30.01.2009:
Artikel
hier als .pdf
oder .jpg
Die Lippische Landes-Zeitung griff das Thema auf und
veröffentlichte neben unseren
Inhalten auch Stellungnahmen des Bürgermeisters Hoppenberg
und des Räum-
dienstes.
....................................
Artikel
vom 08.01.2009:
"Ein Winterdrama"
Winterdienst
im Extertal, sparen auf Kosten der Sicherheit!
Nachdem es bereits am
vergangenen Wochenende zu Schlitterpartien und Unfällen
kam, weil unter der Schneedecke z.B. in Kreuzungsbereichen
eine Eisschicht
lauerte und für die Betroffenen zum teil erheblicher
Sachschaden entstand, hat
sich daran auch bis Mittwoch abend nicht wirklich etwas
geändert.
Bei einer gestrigen Fahrt von Extertal nach Göttingen und
zurück, konnten wir
gerade in den späten Abendstunden auf dem Rückweg die sehr
gut geräumten
und abgestreuten Straßen Der Gemeinden von Goslar bis Hameln
genießen. Kaum war man
jedoch in die Nähe von Extertal gekommen, verschlechterte
sich
der Zustand selbst der Hauptstraßen bedenklich. Da liegt zum
Teil seit dem
Wochenende gefrorener Schneematsch auf den Straßen, weil
offensichtlich nicht
häufig genug geräumt und viel zuwenig Salz auf die Straße
gebracht wurde.
In unseren Augen ein grob fahrlässiges Verhalten der
Verantwortlichen, die hier
billigend in Kauf nehmen das ob dieses Zustands Bürger und
Durchreisende in
einen Unfall verwickelt werden. Dies verursacht günstigen
Falls einen nicht
unerheblichen finanziellen Sachschaden, im schlimmsten Fall
kostet es Menschen-
leben, oder zumindest die Gesundheit!
Wir möchten Geschädigte bitten sich per Email an:
service@exterweb.de mit dem Betreff: Winterdrama zu wenden
Nach Rücksprache mit einem ADAC-Syndikus und einer
umfangreichen
Dokumentation des Straßenzustands im Bereich Extertal, für
die wir uns hier
bei allen Beteiligten noch einmal ausdrücklich bedanken,
haben wir uns entschlossen
mit Hilfe des Rechtsbeistands gegen die Verantwortlichen eine
Klage einzureichen.
Wir rechnen fest damit in vielen Fällen eine finanzielle
Entschädigung erwirken zu
können!
Wir bitten daher um kurzfristige Kontaktaufnahme. Schön
wäre es, wenn die Verantwortlichen hier einmal Stellung
beziehen würden! ET Nachtrag: Wir
danken für die reichlichen Zuschriften, nebst Material. Wir
haben die gesammelten Werke nun dem Anwalt für Verkehrsrecht
übergeben und hoffen auf diesem Wege eine Entschädigung der
Opfer "selbstverschuldeter" Blechschäden zu
erreichen. Es dürfen
sich aber nach wie vor weitere Betroffene melden, die aufgrund
der mangelhaften Räumung durch den Winterdienst Schäden an
ihrem Fahrzeug erlangt haben! Wir haben eine 2-3 wöchige
Nachreichfrist. Wir
informieren an dieser Stelle weiter über den Verlauf! ET
13.01.2009
....................................
zum Seitenanfang
|
Neben vielen Mails und Anrufen, die unser
Anliegen unterstützen und befürworten, haben
wir auch einige wenige Emails erhalten, die nicht
diese Meinung teilen. Selbstverständlich finden
auch diese bei uns Gehör und gehören
veröffentlicht:
| Email
vom 26.03.2009:
Zu
den Berichten möchte ich, als betroffener, folgendes
bemerken. Seit dem Winter 2003/2004 wo der Unternehmer
wechselte hat im Bereich Asmissen , Linderhofe
und Umgebung der
Winterdienst an Qualität
und Pünktlichkeit sehr nachgelassen. Im
Siedlungsbereich ist es diesen Winter wie auch in den
vergangenen Jahren vorgekommen, das der Winterdienst
einige Male gar nicht, bzw.
erst spät vormittags
gekommen ist. In den Aussenbezirken ist das Problem
verstärkt vorgefallen, was auch mit wintertauglichen
Fahrzeugen zu Problemen geführt hat. Zur
Qualität
ist zu sagen, das nur oberflächlich geräumt,
aber sehr viel Salz gestreut wird. Das hat zur Folge:
Der Schnee taut , es bildet sich Schneematsch der dann
zu Eisglätte gefriert. Bei einer solchen Eisglätte
wurde auf Nachfrage bei der Gemeinde recht barsch erklärt
:
„die Strecke ist abgefahren worden, sie ist
Schnee u. Eisfrei.“ Bei einer anderen Nachfrage
warum der Räumdienst so unzuverlässig
sei , wurde versprochen mit dem Unternehmer zu
reden. Es erfolgte aber keine
Verbesserung des Winterdramas. Hat man auf der
Gemeinde etwa ein Glaubwürdigkeitsproblem ? oder ist
der Unternehmer überfordert?
HE
|
| Unser
Kommentar:
Sehr geehrter HE,
das Problem des
nicht ordentlich geräumten Schnees, der antaut um
später dann eine gefährliche Eisschicht zu bilden,
wurde auch von uns schon angesprochen. Hoffentlich
wird sich dieser gerechtfertigten Kritik angenommen.
Vielen Dank für Ihre Mail.
|
|
| Email
vom 09.02.2009:
Am 06.01.09 hatte ich um ca. 13 Uhr einen schweren
Verkehrsunfall in Extertal Silixen.
Ich befuhr die
Heinrich-Drake Str. Richtung Extertalstr. .Im
Kreuzungsbereich wollte ich links
abbiegen,Fahrtrichtung Rinteln! Trotz langsamer
Fahrt konnte ich mein Fahrzeug nicht mehr
kontrollieren und so kam was kommen musste! Ein
VW-Golf krachte in meine linke Fahrzeugseite.
Beide Fahrzeuge
Totalschaden und Personenschaden.Das kann natürlich
gerade im Winter jederzeit passieren!
Was mich sehr wütend
macht ,ist die Aussage des Hr. B. Das ist eine
Unverschämtheit und unfassbar!
Meine Fahrerlaubnis habe
ich seit über 30 Jahren und bin sogar auch schon
mal im Winter gefahren!
Was mich noch
interessiert? Würde sehr gern wissen,wie alt oder
jung dieser besagte Herr ist!!!!!
Mfg Horst M.
|
| Unser
Kommentar:
Sehr geehrter Herr M.,
leider waren Sie
speziell an diesem Tag und dieser Stelle nicht der
Einzigste Verkehrsteilnehmer der an dieser Stelle ins
Rutschen, oder Schleudern geriet. Oft ging es
glimpflicher als bei Ihnen aus. Fakt ist auch, das am
besagten Tag, leider erst am späten Nachmittag, die
Gefahrenstelle durch die Polizei gesichert wurde, um
weitere Unfälle zu verhindern. Wo allerdings die
ganze Zeit der Streudienst war, entzieht sich bislang
unserer Kenntnis.
|
|
Email
vom 03.02.2009:
Am 20.01.2009 bin
ich morgens auf glatter Straße zwischen Burg
Sterberg und Farmbeck in den Seitengraben geruscht.
Besteht die Möglichkeit, sich an der Sammelklage
anzuschließen?
Carolin J.
|
| Unser
Kommentar:
Sehr geehrte Frau J.,
wie bereits berichtet,
ist es sehr schwer im Einzelfall zu beweisen, daß es
sich bei einem Unfall nicht um "nicht angepasste
Geschwindigkeit" handelt. Da liegt man leider in
der Beweispflicht. Wir hätten jeden der gemeldeten
Unfälle teuer von einem Sachverständigen analysieren
lassen müssen. Dies war bei einigen Fällen auch
leider nicht mehr möglich, hätte auf alle Fälle
aber unsere finanziellen Möglichkeiten gesprengt.
Daher bleibt uns einfach nur der Weg, solche Dramen in
Zukunft zu verhindern, indem wir an allen Stellen auf
die unzureichenden Räumverhältnisse hinweisen und
auf Verbesserung pochen.
|
|
| Email
vom 01.02.2009:
Meine Meinung zum sog.
" Winterdrama "
Autofahrer, die bei dermassen gut geräumten
und abgesteuten Strassen im Extertal ihr
Fahrzeug nicht beherrschen, sollten nach meiner
Meinung das Fahrzeug stehenlassen. Was
würden solche hilflosen Menschen wohl tun,
wenn diese sich einmal in einem richtigen
Wintergebiet fortbewegen müssten?
Wer sein Auto richtig bereift hat, kommt
normalerweise auch bei schneebeckten
Strassen zurecht. Salz wird viel zu viel gestreut,
denn es ist nicht gut für Autos und die Natur.
Günther.B.
|
| Unser
Kommentar:
Sehr geehrter Herr B.,
wie wir umfangreich
dokumentiert haben, waren
die Straßen im genannten Zeitraum leider alles
andere als "gut geräumt und abgestreut".
Für
alle denen im genannten Zeitraum ein zum Teil
erheblicher Sachschaden entstanden ist, weil
z.B. vor Kreuzungsbereichen und auf abschüssigen
Strecken eine Eisschicht unter
der Schneedecke lauerte, ist Ihre Häme ein
Schlag ins Gesicht!
Natürlich muß nicht immer und überall Salz zum
Einsatz kommen. Gerade Asche hat sich ja als
alternatives Streumittel, gerade bei Eis bewährt.
|
|
| Email
vom 01.02.2009:
Das es im Bereich von
Extertal in dem zeitraum wie ihr angesprochen habt
mangelden Winterdienst gegeben haben soll kann ich
nicht behaupten. Natürlich ist es Winter und ich muss
meine Fahrweise auch darauf einstellen.Wirklich Schade
das es zu diesen Unfällen kam.Nur glaube ich das
Winterdienst schon ziemlich gut gemacht wird,in dem
von euch genannten Zeitraum hatten wir im Extertal
Temparaturen bis minus 20grad und reichlich Schnee.Und
das sind schon einmal Ausnahmesituationen!!!Da sollte
mann den jungs die Tag und Nacht draussen arbeiten
auch mal loben weil es im grossen und ganzen ganz gut
klappt.
Daniel
|
| Unser
Kommentar:
Eine kritische
Reaktion, aber immerhin die erste
kritische, in der einmal Verständnis für die
Opfer dieser Straßenverhältnisse und Wetterlage
zu finden ist!
Unsere Kritik gilt auch nicht den "Jungs"
des
Räumdienstes, daß wollen wir an dieser Stelle
einmal ausdrücklich sagen! Denn kein
Bediensteter des Winterdienstes erstellt wohl
seinen Arbeitsplan selber und entscheidet auch
nicht wie sparsam gestreut wird. Da schlägt
sich wahrscheinlich der Haushaltsdruck der
Gemeinden nieder, die gezwungen sind an allen
Ecken zu sparen.
Fakt ist aber das angrenzende Gemeinden
dieser Ausnahmesituation weitaus besser
gerecht und Herr wurden! Unser Anliegen ist es
die Verantwortlichen wach zu rütteln und dem
Räumdienst die Mittel und Menpower zu zu
billigen, daß diese die Straßen in angemessener
Zeit zufriedenstellend räumen können! Es kann
nicht angehen, daß aus Kostengründen Salz
eingespart wird und wegen teurer Nacht-
zuschläge die Einsatzzeiten erst am frühen
Morgen beginnen, mit dem Start des Berufs-
verkehrs.
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